Zeitungsmarkt : DuMont: Blätter bleiben eigenständig

Zwei Blätter, zwei Redaktionen - "Frankfurter Rundschau" und "Berliner Zeitung" werden auch nach der Übernahme der Zeitung aus der Hauptstadt eigenständig bleiben, erklärte Verleger Alfred Neven DuMont.

Der Verleger Alfred Neven DuMont hat betont, dass jede seiner Tageszeitungen ihren Chefredakteur behalten werde. In einem Interview der „Frankfurter Rundschau“, bei der seine Mediengruppe Mehrheitsgesellschafter ist, sagte er, das Profil der einzelnen Zeitungen dürfe nicht leiden. Der Verleger wies damit Branchenspekulationen über eine Zusammenlegung der Redaktionen von „FR“ und „Berliner Zeitung“ zurück.

Zu Neven DuMonts Gruppe gehören neben der „FR“ unter anderem der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und die „Berliner Zeitung“. Er wolle mit den Blättern darüber beraten, „was wir tun können, ohne dass das Profil der einzelnen Zeitungen darunter leidet“, sagte er. Er wolle niemandem etwas wegnehmen, sondern möchte „allen etwas hinzufügen“. Die Reporterpools der Blätter könnten alle bleiben, wo sie sind, betonte der Verleger. Lediglich für die Büros in der Bundeshauptstadt Berlin kann sich Neven DuMont mehr vorstellen: „Am Schluss könnten alle zusammen eines haben, das größer ist als das der FAZ.“ Der Verleger bezeichnete sich als leidenschaftlichen Zeitungsmacher, der „natürlich den Niedergang der Zeitungen“ sehe. Er glaube aber, „dass man sich gerade deswegen jetzt um notleidende Kinder kümmern muss“. Wenn der „Sturm“ komme, „sollten wir versuchen, ihn gemeinsam zu überstehen“. dpa/Tsp

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