Zeitungsmarkt : Holtzbrinck prüft Verkauf von „Main-Post“

Verleger Stefan von Holtzbrinck erwägt offenbar, sich von der "Main-Post" zu trennen. Die Würzburger Zeitung soll nicht das einzige Regionalblatt sein, das veräußert werden soll.

Der süddeutsche Zeitungsmarkt bleibt weiter in Bewegung. Offenbar prüft die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck einen Verkauf der Würzburger „Main-Post“. Verleger Stefan von Holtzbrinck soll sich laut „Handelsblatt“ in Gesprächen mit der Augsburger Presse-Druck- und Verlags-GmbH („Augsburger Allgemeine“) befinden.

Ebenfalls soll Holtzbrinck erwägen, seine Beteiligung von 56,1 Prozent an der Saarbrücker Zeitungsgruppe („Saarbrücker Zeitung“, „Trierischer Volksfreund“, „Lausitzer Rundschau“) an die Düsseldorfer Mediengruppe Rheinische Post zu veräußern. Weder die Verlagsgruppe Holtzbrinck noch die Interessenten wollten zu den möglichen Verkäufen eine Stellungnahme abgeben. Die Mediengruppe Main-Post ist seit 1992 Teil der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und gilt als wichtigstes Zeitungshaus im Wirtschaftsraum Mainfranken. Mit ihrer „Main-Post“ erzielt die Gruppe laut IVW eine verkaufte Auflage von rund 128 000 Exemplaren und seit über zehn Jahren zweistellige Umsatzrenditen, heißt es aus Unternehmerkreisen. Der Verkaufspreis der „Main-Post“ wird auf etwa 120 bis 150 Millionen Euro geschätzt.

Der Verkauf der „Main-Post“ würde sich einreihen in die bereits seit längerem andauernde Veränderung der Zeitungslandschaft in Franken. Schon Anfang des Jahres hatte die WAZ-Gruppe die Kissinger Verlagsgesellschaft („Saale Zeitung“ und die Kitzinger und Report Zeitungsverlag- und Druckerei („Kitzinger) an die Mediengruppe Oberfranken („Fränkische Post“) verkauft. sop

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