Zeitungssterben : „Newsweek“ künftig nur noch digital

18.10.2012 15:56 Uhrvon
Das US-Magazin "Newsweek" wird ab dem kommenden Jahr nur noch online erscheinen. Foto: afp
Das US-Magazin "Newsweek" wird ab dem kommenden Jahr nur noch online erscheinen. - Foto: afp

Das US-Magazin "Newsweek" wird ab dem kommenden Jahr nur noch online erscheinen. Damit verschwindet eine der ältesten und bekanntesten Zeitschriften der Welt - zumindest in gedruckter Form.

Immer wieder ist es Tina Brown gelungen, Magazine umzukrempeln und wiederzubeleben: den britischen „Tatler“, das US-Hochglanzblatt „Vanity Fair“, den „New Yorker“. Mit der „Newsweek“ hat es die Journalistin nicht geschafft. Nach fast 80 Jahren wird das US-Magazin in gedruckter Form mit der Ausgabe vom 31. Dezember eingestellt, wie Brown am Donnerstag auf der Website thedailybeast.com mitteilte. Ab Januar erscheint die „Newsweek“ nur noch digital.
Dabei gab es vor zwei Jahren noch Hoffnung für das Traditionsblatt. Damals war Brown als Chefredakteurin von Verleger Sidney Harman geholt worden, um ein neues Konzept umzusetzen: Sie sollte ihre Website „The Daily Beast“ mit der „Newsweek“ fusionieren, beide Publikationen sollten dadurch gestärkt werden: „The Daily Beast“ durch die journalistisch renommierte „Newsweek“.

Das wöchentlich erscheinende Magazin durch die rund um die Uhr aktualisierten Website. Das Konzept ging nur einseitig auf. Während „The Daily Beast“ heute nach eigenen Angaben mit monatlich 15 Millionen Nutzern 70 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr zählt, hat die Printausgabe zuletzt an Auflage und Anzeigen verloren.

Mit der digitalen Ausgabe „Newsweek Global“ wird nun auf das wachsende Publikum gezielt, das mobil auf Tablet-PCs wie dem iPad liest. „Wir wandeln ,Newsweek‘ nur um, wir sagen aber nicht auf Wiedersehen“, schreibt Brown. Die Qualität der Marke und des Journalismus werde weiterhin erhalten bleiben.
Nächstes Jahr feiert die „Newsweek“ ihr rundes Jubiläum. Neugeboren.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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