Medien : „Zorro“ ist wieder da

Nach 14 Jahren Pause will Thorsten Nindel die „Lindenstraße“ aufmischen

Es sei mal wieder Zeit für eine kleine Bombe in der „Lindenstraße“, sagte Schauspieler Thorsten Nindel, 42, vor geraumer Zeit. Wahrlich, die letzten Schlagzeilen machte Deutschlands Endlosserie vor einem Jahr, als Annemarie Wendl alias Else Kling starb. Dem Lieblingsprojekt von Produzent Hans W. Geißendörfer scheinen im 22. Jahr Gift und Ideen auszugehen. Nun also die Rückkehr von Thorsten Nindel alias „Zorro“. Nach 14 Jahren! „Zorro“, die Kultfigur, der Rebell, der sympathische Punk aus frühen, erfolgreicheren „Lindenstraßen“-Tagen. Selbst in Geißendörfers linkem Serienkosmos war dieser Franz-Josef Pichelsteiner einer, der auf sympathische Art und Weise mehr gegen den Strich gebürstet war als all die anderen. 1993 stieg Nindel aus, nach 100 Folgen „Zorro“, nach Totalverweigerung, Prügeleien und diversen Vaterschaften.

Zu verweigern gibt’s 2007 nicht mehr viel. Artig steht „Zorro“ in Folge 1136 nach einer Weltreise vor der Tür. Große Überraschung, möglicherweise auch Verzweiflung. Fernsehmuseumstechnisch wirkt das so, als wenn Harald Schmidt zurück zu Feuerstein gehen würde, um „Schmidteinander“ zu machen. Ob in das Haus Nr. drei wieder Pfiff reinkommt? Für aufgeregte Reaktionen müsse man in die Lindenstraße keinen Selbstmordattentäter setzen, sagte Nindel vor zwei Jahren. Eine Bombe hat „Zorro“ heute auch nicht im Gepäck. Vielleicht weckt er die „Lindenstraße“ ein wenig auf. meh

„Lindenstraße“, ARD, 18 Uhr 50

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