Zu meinem ÄRGER : Absurder Promi-Wahn

Carola Wedel resümiert die Medienwoche.

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Foto: ZDFFoto: Svea Pietschmann

Frau Wedel, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Der allgegenwärtige und immer weiter wachsende Promi-Kult. Beispiel – mit der unfreiwilligen Komik des Absurden, siehe „Berliner Morgenpost“ vom 28. November. Heather Mills, Exfrau von Paul McCartney, verunglückte beim Skitraining. Zwei Jugendliche wollten helfen. „Als ich ... meine Beinprothese abnahm, schrieen sie erschreckt auf, weil sie dachten, das Bein wäre beim Unfall abgegangen." Die beiden Jugendlichen hatten wohl zu wenig yellow press verfolgt! Köstlich.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Über den Gegenwind in den Medien für die „Zeit“ wegen des „Comeback“-Interviews mit dem ehemaligen Verteidigungsminister, für Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und für den unerträglichen Guttenberg, der immer noch nicht sieht, was er eigentlich gemacht hat: Diese Lügerei war ein bisschen mehr als die 23 Plagiate. Dann verunglimpft er noch Parteikollegen und glaubt wirklich, dass alles nach seinen verqueren Vorstellungen und Werten gehen muss.

Welche Homepage können Sie denn empfehlen?

http://meedia.de. Viele gute, schnelle, oft auch gut recherchierte, hintergründige Informationen aus der Branche.

Carola Wedel ist

Kulturkorrespondentin des ZDF. Ihr Film „Schätze des Islam“ über das Museum für Islamische Kunst auf der Berliner Museumsinsel läuft am Sonntag um 0 Uhr 30 im ZDF.

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