Zu meinem ÄRGER : Bitte weniger Tiersendungen!

Schauspieler Bill Mockridge aus der ARD-Serie "Lindenstraße" wundert sich über zu viele Vierbeiner im Fernsehen.

Herr Mockridge, worüber haben Sie sich in den Medien in dieser Woche am meisten geärgert?

Eines gleich vorweg: Ich mag Tiere. Wirklich. Wir haben zwei Möpse zu Hause – ein steter Quell der Freude. Was mich ärgert, ist die Flut der Tierparksendungen im Fernsehen. Ob humpelnde Hyänen, liebestolle Leoparden oder Elefanten beim Stoßzahnarzt: Ich kann es nicht mehr sehen, wie Tierpfleger mit abwechselnd sächsischer, westfälischer oder Berliner Mundart durch Gehege streifen und hinter Vierbeinern herjagen. Jedes Mal, wenn ich den Fernseher einschalte, tappe ich in irgendeine Sendung aus irgendeinem deutschen Tierpark. Gibt es keine anderen Themen? Wie wär’s mit einem Streifzug durch die schönsten öffentlichen Toilettenanlagen? Oder einer Reihe mit dem Titel „Ekzem extrem – die schlimmsten Hautkrankheiten“? Alles besser als diese ewige Tierparksoße!

Gab es auch etwas, worüber Sie sich gefreut haben?

Neben meiner Arbeit als Schauspieler bin ich mit Leidenschaft Kabarettist. Ich freue mich ganz besonders, dass das Kabarett wieder einen festen Platz im deutschen Fernsehen erhalten hat. Ob „Satire Gipfel“, „Neues aus der Anstalt“ (beide laufen wieder in der kommenden Woche), „Dittsche“ im WDR oder „Ottis Schlachthof“ im Bayerischen Fernsehen – ich finde es prima, dass die Kleinkunst neuerdings wieder so groß rauskommt. Und dass das Kabarett wieder deutlich politischer geworden ist. Dafür zahle ich doch gerne meine Gebühren.

Was ist Ihre Lieblingswebsite?

Ich bin seit Jahren ein großer Fan von Eckhart Tolle. Ich gehe immer wieder gerne auf seine Website www.eckharttolle.de.

Bill Mockridge,

Schauspieler, seit 1991 vor allem

bekannt in der Rolle des Erich Schiller in der Serie

„Lindenstraße“

(ARD, ausnahmsweise um 17 Uhr 05)

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