Zu meinem ÄRGER : Die Tochter vom Dings bei „DSDS“

Produzent Ralf Husmann über Medienärger und das Internet.

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Foto: Brainpool

Herr Husmann, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?



Über die mangelnde Berichterstattung in „Bild“ zu „Deutschland sucht den Superstar“. Ich hätte mir gewünscht, dass man mal was macht zu Themen wie „Wird Annemarie der erste Superstar, den die ganze Jury hasst?“, oder „Warum findet der süße Marco Schreyl keine Freundin?“, oder wenigstens eine kleine Fotostrecke. Immerhin geht’s hier um Deutschlands Superstar, wo nicht umsonst in der Jury neben Dieter Bohlen Leute sitzen wie die Tochter vom Dings, oder der andere, der immer was sagt. Dass das in Deutschlands größter Zeitung so gar nicht stattfindet, sondern nur in „Stern“ und „Spiegel“, hat mich geärgert.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Über die exorbitante Berichterstattung zum Ende von „Schmidt & Pocher“. Dass eine Sendung, die an guten Tagen eine Acht-Prozent-Quote hat, in allen Medien über Tage hinweg das beherrschende Thema ist, macht mir Hoffnung für meine eigenen Programme.

Welche Website können Sie zurzeit empfehlen?


Ich halte das Internet für kulturell immens überschätzt. Im Augenblick geht es überall nur um den verzweifelten Versuch, im Netz Geld zu machen. Deshalb empfehle ich hier Thomas Bernhards Buch „Meine Preise“. Da geht’s auch nur um Geld, aber wesentlich amüsanter.

Ralf Husmann

Produzent, Drehbuchautor („Stromberg“, „Dr. Psycho“). Seine aktuelle Comedy-Serie „Der kleine Mann“ läuft wieder am Dienstag auf Pro7

um 22 Uhr40

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