Zu meinem ÄRGER : Facebook steuert unsere Gefühle

Phoenix-Moderator Alexander Kähler resümiert die Medienwoche

Alexander Kähler
Alexander KählerFoto: PHOENIX/Frank Ossenbrink

Herr Kähler, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

The winner is: Facebook. Der Netzwerk-Tycoon möchte also auch unsere Gefühle steuern. Hat er vor zwei Jahren offensichtlich erfolgreich getestet, was erst diese Woche so richtig in der Netzgemeinde publik wurde. Die Posts von mehreren hunderttausend ahnungslosen Nutzern wurden manipuliert, entweder mit überwiegend positiven oder überwiegend negativen Statusmeldungen von Facebook-Freunden. Und siehe da: Positive Nachrichten lösten gute Stimmung aus, wer Negatives las, postete auch Missgelauntes. Unsere Gefühlswelt in der Hand von Zuckerberg und seinen Alchemisten? Niemals!

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Fake ist nicht gleich Fake. Amüsiert hat mich die Twitter-Oma aus Spandau, die es gar nicht gibt. Die die Erfindung eines Mannes ist, der eine vorgeblich 82-jährige Dame via Twitter Kontakt zu netten Damen und Herren suchen lässt. Auch eine Manipulation, aber eine sympathische. Ganz nebenbei hat der Erfinder der Twitter-Oma auf die Fußangeln in der virtuellen Welt hingewiesen. Dieses Experiment ist erlaubt!

Welches Video können Sie denn empfehlen?

Wohin uns die schöne neue Welt des Internets noch führen kann, zeigt sehr eindringlich und optisch erstklassig dieser Clip: http://vimeo.com/46304267

Alexander Kähler

moderiert im Ereigniskanal Phoenix von ARD und ZDF unter

anderem die „Phoenix Runde“.

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