Medien : Zu meinem Ärger: Günter Struve, Programmdirektor der ARD

Herr Struve[worüber haben Sie sich in dieser]

Herr Struve, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

"Enthüllungsliteratur" gehört prinzipiell nicht zu den Highlights im Medienbetrieb. Sie ist zwar grell, aber niemals erhellend, und die Promotion solcher Werke verspricht im Übrigen meist mehr, als der kühnste Autor zu halten im Stande ist. Das jüngste Beispiel hierfür liefert Danièle Thoma, die einen kruden Mix aus böswilligen Behauptungen und Altbekanntem zu einem Oeuvre zusammenfasst, das unter dem vermutlich irreführenden Titel "Hochexplosiv" herausgegeben wird. Das Einzige, was hier enthüllt wird, scheint die Tatsache zu sein, dass Frau Thoma noch eine Menge Rechnungen offen hatte.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Berichterstattung, die zeigt, dass Afghanistan nicht der Hort des Bösen ist. Menschen, die seit Jahrzehnten unter Krieg und wechselnden (Terror-)Regimen leiden, die hungern und auf der Flucht sind, verdienen unser Interesse und brauchen unser Engagement.

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