Zu meinem ÄRGER : Gutes Programm – viel zu spät

Herr Haberland, worüber haben Sie sich in den Medien in dieser Woche am meisten geärgert?

Dass die ARD wieder mal eine ihrer sehenswerten Reportagen zur unmöglichsten Uhrzeit sendet. Am Mittwochabend wurde „Putins Russland“ gezeigt. Laut ARD die „derzeit aufwendigste Dokumentation über Putin und sein Herrschaftssystem, gedreht in sieben Ländern“. Schade nur, dass sie um 23 Uhr 30 lief, wo man selbst als interessierter Zuschauer kaum noch aufnahmefähig oder aufnahmewillig ist. Andere Beispiele der letzten Monate sind „Das Schweigen der Quandts“ (23 Uhr 30) oder auch der Oscar-nominierte Film „Hotel Ruanda“ (0 Uhr). An Jörg Pilawas’ Quizsendungen, Florian Silbereisens Stadl oder der x-ten Talkrunde gibt es dagegen zur besten Sendezeit kaum ein Vorbeikommen.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Dass die ARD diese großartigen Reportagen überhaupt fördert und sendet. Für mich immer wieder spannender als vieles sonst im Fernsehen. Jetzt mal abgesehen von „Dschungelcamp“ und „Promi-Dinner“…

Marc Haberland ist Chefredakteur des Radiosenders 104.6 RTL.


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