Medien : Zu meinem Ärger: Jochen Wolff, 52, Chefredakteur von "Superillu" und "Super TV"

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Herr Wolff, worüber haben Sie sich in der vergangenen Woche in den Medien am meisten geärgert?

Leider gibt es immer noch einige Kollegen, die Fakten als störende Begleitmusik empfinden. Fotos einer "Superillu"-Reporterin mit André Rieu bei der "Goldenen Henne" waren Anlass für Titelgeschichten in mehreren Yellow-Heften. Tenor: Die neue Liebe des Star-Geigers. Entweder machten sich die Promi-Reporter gar nicht die Mühe, bei den Beteiligten nachzufragen, oder sie ignorierten einfach die Tatsachen. Ein normaler Arbeitskontakt, das wäre ja auch langweilig gewesen! Für mich ein Lehrbeispiel, wie schnell man selbst in die Mühlen der Klatschpresse geraten kann.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Auf der Heimfahrt von der Redaktion habe ich Info-Radio gehört, und zwar ein verdammt interessantes Interview mit Henryk M. Broder. Scharfzüngig und präzise sprach er über den klammheimlichen Anti-Amerikanismus einiger Intellektueller in Deutschland. Das war ein so spannendes Gespräch, dass ich fast eine Ampel bei Rot überfahren hätte.

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