Zu meinem ÄRGER : Kachelmann: Pfui Teufel – her damit

Beate Wedekind resümiert die Medienwoche.

Foto: Rodrigo Monreal
Foto: Rodrigo Monreal

Frau Wedekind, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Jeden Morgen sitze ich an meinem geliebten silbernen MacBookPro, oft noch im Bademantel (mea culpa! Ich bin ein Medienjunkie), und studiere neugierig das Weltgeschehen auf den Onlineseiten der Tageszeitungen für meinen täglichen Blog beatewedekind50plus.blog.de. Und jeden Morgen ärgere ich mich schwarz über die Kachelmann-Schwemme und schwöre, NICHTS MEHR über den Fall des Ex-Moderators zu posten. Aber dann lese ich Hannelore Crolly auf welt.de, Gisela Friedrichsen auf spiegel.de und Johann Schwenn, Kachelmanns Anwalt, der sich auf faz.net über seinen eigenen Fall ausmehren darf. Auch an Alice Schwarzer auf bild.de komme ich nicht vorbei. Dann poste ich doch: weil es mir eine Genugtuung ist, dass dieser Mann weiter und weiter entblößt wird. Was für ein Loser! (Ich ärgere mich aber auch über das „schwache“ Geschlecht, wie konnten all diese Frauen nur auf seine Spielchen reinfallen?!) Ich weiß, diese meine Meinung ist politically nicht correct, aber; I give a f... .

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Aber ja! Es gibt verdammt gute, kluge, gut geschriebene Berichte aus dem wahren Leben. Zum Beispiel hier im Tagesspiegel Elisabeth Binders Porträt der Berliner Ärztin Ulrike Lamlé, die in der Dritten Welt mittellose Kinder mit Gaumenspalten operiert.

Welche Website können Sie empfehlen?

www.eatsmarter.de: Es geht um gesundes Essen, und zwar so lecker aufgemacht, dass mir schon bei Betrachten der Fotos und dem Lesen der Rezepte das Wasser im Mund zusammenläuft.

Beate Wedekind, 59, war Chefredakteurin unter anderem von „Elle“ und „Bunte“. Mit „365_OneWorld“ bringt sie von April an eine eigene Zeitschrift heraus.

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