Zu meinem ÄRGER : Kastrierte Informationen

Sabine Adler, Leiterin des Hauptstadtstudios beim Deutschlandradio, über die Medien-Woche.

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Sabine AdlerFoto: Promo

Frau Adler, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Über die Pressearbeit der SPD. Dass der Deutschlandplan an den „Spiegel“ gegeben wird, der Rest der Medien zwei Tage lang auf diesen kastrierten Informationen basierende reflexhafte Reaktionen der SPD-Gegner wiedergibt. Logisch, dass dieser Politik- und Journalismusstil Wähler vergrätzt. Die SPD sichert sich über die einkalkulierte Negativwerbung maximale Aufmerksamkeit, ärgerlich ist: Am Ende geht die Rechnung womöglich auf.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Dreierlei: das Steinmeier-Porträt zur besten Sendezeit im ZDF. Dass der Sender trotz bedauerlich schlechter Quote den Mut hat, das Merkel-Porträt zu gleicher Zeit kommenden Dienstag nachzuschieben. Und: der durch-und-durchgestylte Auftritt des beliebtesten Deutschen Horst Schlämmer. Da konnten sich Wahlstrategen jede Menge abgucken.

Welche Website können Sie empfehlen?

Auf Youtube: „Schreiber Speaks“! Drei Entspannungsminuten, vor allem demnächst am Prozess Beteiligen zur Erbauung zwischendurch zu empfehlen!

Sabine Adler, Leiterin des

Hauptstadtstudios beim

Deutschlandradio.

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