Zu meinem ÄRGER : Kniefällig vor Stefan Aust

Herr Geist, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Mit dem Argument „Ich hatte keine Lust mehr zu Scheiß-Devot-Interviews mit dem Ministerpräsidenten“ hat vor Jahren einer meiner Freunde bei der dpa gekündigt. Daran denke ich diese Woche oft, wenn ich Interviews mit Stefan Aust lese, anlässlich des Kinostarts von „Der Baader Meinhof Komplex“. Mich interessiert nicht so sehr, wann der „alte Schatzsucher“ (Aust über Aust) mit welchem Ex-Terroristen schick zum Essen gegangen ist. Sein Buch ist auch dementsprechend: kurzatmig und theoretisch eher simpel. Übrigens: Dass die einzige Darstellung auf höchstem Niveau zum Thema Deutscher Herbst, Gerhard Richters Baader-Meinhof-Bilderzyklus, jetzt im New Yorker MoMA-Depot liegt, sagt einiges über den Zustand der Vergangenheitsbewältigung in unserer Republik.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Über Hans Hoffs böses Stück im aktuellen „Rolling Stone“ zu ARD-Öko-Kultur-Säusler Dieter Moor. Der Titel lautet „Arschlochfreie Zone“. Elke Heidenreich kommt auch darin vor. Lesen!

Julian Geist ist Leiter Unternehmenskommunikation der Pro Sieben Sat 1 Media AG

in München.

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