Zu meinem ÄRGER : Leser im Diätwahn

06.01.2013 00:00 Uhr
Lothar Kuhn ist Chefredakteur des Wissensmagazins „New Scientist“. Foto: Promo
Lothar Kuhn ist Chefredakteur des Wissensmagazins „New Scientist“. - Foto: Promo

Lothar Kuhn, Chefredakteur des Magazins "New Scientist", ärgert sich über den Abnehmwahn nach Weihnachten und freut sich über eine spannende Filmreportage.

Lieber Herr Kuhn, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Es beginnt das neue Jahr und wieder bringt die „Brigitte“ eine neue Diät. Wie schon vergangenes Jahr. Und das Jahr davor. Und davor. Nichts gegen Rituale, schon gar nicht zum Jahreswechsel. Mich ärgert auch nicht, dass die Kollegen ihre Diät-Tipps veröffentlichen. Sondern dass sich immer noch genug Käufer für diese Ratschläge interessieren. Schließlich weiß doch jeder, wie er die paar Pfunde wieder los wird, die ihm das Weihnachtsmahl beschert hat (und die 42 Dominosteine): Kalorienzufuhr runter – weniger essen.

Oder Kalorienverbrauch hoch – mehr bewegen. Oder beides. Doch sind diese Vorsätze spätestens bis zur nächsten „Brigitte“ vergessen. Daher die gute Nachricht zum Schluss: Ein bisschen Übergewicht erhöht die Lebenserwartung, wie eine Studie gerade gezeigt hat.

Gab es auch etwas, über das Sie sich freuen konnten?

Die schöne Seite-Drei-Geschichte in der „Süddeutschen“ über den Film „Lincoln“. Ich habe interessantes über den Film erfahren, über den Regisseur Steven Spielberg und den Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis, aber auch über die Produktionsbedingungen in Hollywood.

Welche Website können Sie empfehlen?

Lonelyplanet.com – immer noch eine meiner ersten Informationsquellen, wenn ich eine Reise plane.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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