Zu meinem Ärger : Lieber ein Buch und Weißwein

Stephan Detjen, Chefredakteur des Deutschlandfunks in Köln

Herr Detjen, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Ärger über Medien lohnt sich selten. Das Schöne an den Medien ist, dass man sie jederzeit abschalten, weglegen oder wegklicken kann. Im Sommer gelingt mir das meistens. In dieser Woche habe ich abends meistens mit einem guten Buch und einem Glas kühlen Weißweins auf dem Balkon gesessen. Fragen Sie nach dem Ärger noch einmal im Winter, wenn die Versuchung größer ist, den Fernseher einzuschalten.

Gab es auch etwas worüber Sie sich freuen konnten?

Das „Radio der Zukunft“, das der SWR in dieser Woche in Stuttgart vorgestellt hat: ein digitales Hörfunkangebot, das gute Radiosendungen jederzeit und überall abrufbar macht. Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen – alles, was das Radio besonders gut kann, wird man mit neuen Verbreitungstechniken künftig nach ganz individuellen Bedürfnissen hören können. Aus der Medienforschung wissen wir, dass junge Leute, die das Internet viel nutzen, auch besonders häufig Radio hören. Deshalb hat das Radio gerade als Medium für vertrauenswürdige und gut gemachte Information eine Zukunft.

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