Zu meinem ÄRGER : Merkel und die Meinungsumfragen

Die Medien-Woche im Blick von Manuela Stehr, Präsidentin der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft.

Manuela Stehr
Manuela StehrFoto: Promo

Frau Stehr, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien denn am meisten geärgert?

Interessant fand ich einen Artikel im „Spiegel“, der sich damit auseinandersetzt, dass unsere Bundeskanzlerin ihre Entscheidungen in Abhängigkeit von Meinungsumfragen trifft. Abgesehen davon, dass ich das nicht glauben kann, finde ich es schade, dass der Artikel sich nur damit beschäftigt, welche Vorteile der Bundeskanzlerin dadurch vermeintlich gegenüber anderen Kabinettsmitgliedern und der Opposition entstehen könnten. Spannender wäre es doch gewesen, zu analysieren, welches politische Selbstverständnis und welche Regierungskompetenz bei einer derartigen Entscheidungsfindung durchblicken würden.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Gefreut habe ich mich über eine Meldung in der „Süddeutschen Zeitung“ am 8. September, der zufolge Frankreichs Centre National du cinéma et de l’image animée (CNC) ab 2015 auch ausländische Video- on-Demand-Plattformen für die Solidarabgabe zur Förderung des Kinos in die Pflicht nimmt. Schade allerdings, dass die Meldung so wenig Resonanz in den Medien gefunden hat. Sie zeigt doch, dass es Länder gibt, die sachgerechte Entscheidungen treffen können, während andere monatelang Gutachten erstellen, ohne zu einem Abschluss zu kommen.

Welches Internet-Video können Sie denn empfehlen?

Ich freue mich immer über die Kritiken auf dem Youtube-Kanal „DVDKritik“, die geprägt sind von Achtung und Respekt vor den Filmemachern und großer Leidenschaft für den Film.

Manuela Stehr,

Präsidentin der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. (SPIO)

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