Zu meinem ÄRGER : News sind keine Twitter-Meldungen

Andreas-Peter Weber resümiert die Medienwoche.

Andreas-Peter Weber ist Programmdirektor des Deutschlandradio. Foto: DLR
Andreas-Peter Weber ist Programmdirektor des Deutschlandradio. Foto: DLR

Herr Weber, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Besonders darüber, dass es eine Woche voller Spekulationen war. Herr Snowden überall, rund um die Uhr, auf allen Kanälen: Wo ist er? Wo will er hin? Wer unterstützt ihn? Mit wem hat er über was gesprochen? Sitzt er schon in einem Flugzeug? Warum fliegt eine Aeroflot-Maschine welche Route? Und, und, und… Nachrichten sind keine Twitter-Meldungen. Da hat der ein oder andere wohl etwas verwechselt.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Bei einigen Medienschaffenden scheint es momentan zum guten Ton zu gehören, über Markus Lanz herzuziehen. Da muss ich jetzt etwas gegen den Strom schwimmen. Bei seiner Dienstags-Ausgabe habe ich mich bestens unterhalten gefühlt – auch dank Ruth Westheimer. Die Dame war einfach nur grandios!

Welche Homepage, welches Video können Sie empfehlen?

Auf jeden Fall tagesschau.de. Und weil ich zwischen zwei Städten pendele, die ich durch meine Zeit beim Hessischen Rundfunk etwas aus dem Blick verloren habe, auch immer wieder berlin.de bzw. koeln.de – der Orientierung wegen. Berufsbedingt komme ich eher selten zum Fernsehschauen, weswegen ich – was Ihre Frage nach Videos anbetrifft – ein fleißiger Mediathek-Gucker bin.

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