Zu meinem ÄRGER : PR für Homophobe

Rike Schmid wundert über den US-Bundesstaat Indiana. Dessen Gesetzgebung ist homosexuellenfeindlich, jetzt soll eine PR-Agentur das Ansehen wiederherstellen

Rike Schmid
Rike Schmid ist Schauspielerin und Soziologin. Gerade ist ihr Briefwechsel mit der 90-jährigen Schauspielerin Renate Delfs erschienen
Rike Schmid ist Schauspielerin und Soziologin. Gerade ist ihr Briefwechsel mit der 90-jährigen Schauspielerin Renate Delfs...Foto: Antoine Jonquiere

Frau Schmid, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Der US-amerikanische Bundesstaat Indiana, wegen eines als homosexuellenfeindlich kritisierten Gesetzes „zur Wiederherstellung der religiösen Freiheit“ in Ungnade der Öffentlichkeit gefallen, hat eine PR-Agentur engagiert. Die wiederum soll jetzt Indianas Ansehen wiederherstellen – und die Region als einladend und weltoffen präsentieren. Modernes Image statt moderne Werte. Verkehrte Welt.

Worüber haben Sie sich in den Medien gefreut?

Schweigen ist Gold

Über einen schönen Artikel von Wiebke Porombka in der „Zeit“. Hinter dem schlagkräftigen Titel „Einfach mal die Fresse halten“ steckt eine stille kluge Ode an das Schweigen und Innehalten. Erst reflektieren, dann sprechen. Nicht quasseln, sondern zuhören. In einer hochkomplexen vernetzten Social-Media-Marketing-Gesellschaft zuweilen ein probates Mittel, um den Wald vor lauter Bäumen zu sehen, also den Inhalt vor lauter(n) Meinungen.

Welche Webseite können Sie denn empfehlen?

http://daremag.de, die Onlineversion des Kunst- und Kulturmagazins „Dare“. Spannende Artikel zu Künsten und Künstlern in Europa, Gegenwartsanalysen zu digitalem Leben, außergewöhnliche Kulturveranstaltungstipps und eine tolle Ästhetik.

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