Zu meinem ÄRGER : Rafatis verletzte Privatsphäre

Rainer Wemcken resümiert die Medienwoche.

Foto: Grundy UFA/Matthias David
Foto: Grundy UFA/Matthias David

Herr Wemcken, worüber haben Sie sich in der vergangenen Woche in den Medien am meisten geärgert?

Ich ärgere mich noch immer, wie das Schicksal des Schiedsrichters Babak Rafati in aller Öffentlichkeit breit getreten wurde und wird. Für mich ist es selbstverständlich, dass das Spiel Köln gegen Mainz nach seinem Selbstmordversuch abgesagt wurde und auch, dass die Absage ein öffentliches Interesse weckt. Aber alles andere ist doch Privatsache! Wer sind all diese Experten, die sich gefragt oder ungefragt zu Wort melden? Bevor es ein offizielles Statement gibt, hat sich jeder schon so seine Gedanken gemacht und tut diese kund. Die persönliche Privatsphäre wird so nicht mehr gewahrt, das finde ich allerdings sehr bedenklich!

Gab es etwas worüber Sie sich freuen konnten?

Ja! Ich habe mich sehr über eine Meldung aus den USA gefreut: Disney und Youtube arbeiten gerade an der Realisierung einer gemeinsamen Webserie. Die Tatsache, dass es sich bei diesem Projekt um ein Budget von zehn bis 15 Millionen Dollar handelt, zeigt deutlich, welche Relevanz der neue Verbreitungsweg für Medienmacher hat. In Deutschland ist das Thema noch nicht so akut, aber mit dem Wandel stehen uns auch hierzulande bald neue Wege der Unterhaltungsmöglichkeit offen. Darauf freue ich mich!

Welche Webseiten können Sie denn empfehlen?

Ich bin über eine echt skurrile Anzeige gestolpert: Die Media Entrepreneurs der Axel Springer AG hat sich echt etwas einfallen lassen, um potenzielle neue Mitarbeiter gewinnen zu können: www.youtube.com/watch?v=YAbpmkqn6JE. Das strotzt vor Selbstironie, das finde ich echt gelungen.

Rainer Wemcken

ist Chief Executive

Officer (CEO) 

von GrundyUFA.

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