ZU MEINEM ÄRGER : Schwarze Schafe im Journalismus

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Foto: NDRNDR Presse und Information

Herr Hinrichs, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Ich habe mich geärgert, dass es einigen schwarzen Schafen immer wieder gelingt, das Vertrauen in den Journalismus zu erschüttern. Falsche Promi-Interviews, Geheimdienstmethoden bei Recherchen in Privatbereichen, interessengeleitete Berichterstattung. Das schadet nicht nur der Kultur des Journalismus, es schadet dem Land und seinen Bürgern. Ohne Zuverlässigkeit und Wahrhaftigkeit können wir alle einpacken.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Gefreut habe ich mich über die ausführliche Berichterstattung über die Paralympics in Zeitungen, Onlineformaten und im Fernsehen. Großer Sport, der alles hat: Fantastische Leistungen, viel Spannung und Emotion. Und wir Deutsche sind unglaublich erfolgreich!

Welche Website können Sie denn empfehlen?

Empfehlen kann ich, man möge es mir und meinem Bedürfnis nach Prägnanz nachsehen, tagesschau.de. Da gibt es zuallererst Sachinformationen. Wenn Bilderstrecken vorkommen, dann gibt es solche wie zur letzten Volkskammerwahl vor 20 Jahren und nicht Klickbildchen zu Promitattoos, Bikinischönheiten und anderen lustigen Sachen bei ansonsten durchaus seriösen Anbietern.

Thomas Hinrichs

ist Zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell in Hamburg. ARD-aktuell produziert die

„Tagesschau“ und

die „Tagesthemen“.

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