Zu meinem ÄRGER : Sieben Politiker in einer WG?

Eine Bankrotterklärung an den Berufsstand. Die Medienwoche im Blick von RBB-Moderatorin Bettina Rust.

Bettina Rust
Bettina RustFoto: rbb/Jim Rakete

Frau Rust, worüber haben Sie sich in der Woche in den Medien geärgert?

Für eine Woche steckt das WDR-Fernsehen sieben Politiker in eine WG in einem sozialen Brennpunkt in Duisburg, damit sie dort - Zitat - „ihre Macher-Qualitäten“ entdecken. Im ersten Moment fand ich die Idee ganz frisch. Beim Weiterlesen: absurd. Volksnähe als mediales Experiment, das ist im Grunde eine zynische Bankrott-Erklärung an diesen Berufsstand. Lustig wird’s allerdings, wenn die Namen einiger Big Brothers und Sisters Programm werden: Dröhne, Friede, Vogler, Pischel und Purps.

Gab es etwas, worüber Sie sich gefreut haben?
Die kluge, schöne und extrem erfolgreiche Taylor Swift untersagt Apple, ihre Musik für Streaming-Probe-Abos kostenlos zu verwenden. Apple lenkt ein. Hätte eine Kiffer-Combo das auch geschafft? Sicher nicht. Hier wurde mal eine Grenze gezogen, an die man gar nicht mehr glaubte.

Ihre Lieblingswebsite, Ihr -Internetvideo?
www.savethesounds.info, wo wir uns Geräusche anhören können, die unmittelbar vom Aussterben bedroht sind. Rrring, knatter, klacker, pischel und purps.

Bettina Rust moderiert am Sonntag auf RadioEins (14 Uhr) die „Hörbar Rust“, heute zu Gast: Dirk von Lowtzow von Tocotronic. Am Donnerstag läuft um 22 Uhr 15 "Stadt, Rad, Hund" im RBB-Fernsehen.

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