Zu meinem ÄRGER : Sinnsucher ins Internet

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Foto: Sangya Rui

Herr Neisecke, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Der Präsident des Lehrerverbandes behauptete, man müsse die Schüler dazu erziehen, zu erkennen, dass das Internet zu 90 Prozent Unsinn biete. Nun, wenn er sich von den Schülern in einer Nachhilfestunde zeigen lassen würde, wie man Suchmaschinen effektiv nutzt, könnte er leicht mehr als zehn Prozent „Sinn finden“. Dass die Schüler allerdings lieber nach „Bernd das Brot“ als nach „Heinrich dem Löwen“ suchen, steht auf einem anderen Blatt ... äh, einer anderen Website.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Mit Freude habe ich gesehen, dass nach dem Hype um Second Life sich nun praktische Anwendungen etablieren: So war Lernen mit Hilfe von virtuellen Welten auch auf der Messe Online Educa, die in dieser Woche in Berlin stattfand, ein großes Thema.

Tobias Neisecke

ist Geschäftsführer der Berliner Agentur YOUin3D.com, die

Projekte in virtuellen Welten wie Second Life, Twinity und

Google Earth erstellt.

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