Zu meinem Ärger : Vorbei gegoogelt

Thomas Gigold, Gründer und Geschäftsführer des Blogs Medienrauschen über die zurückliegende Medienwoche.

Thomas Gigold.
Thomas Gigold.Foto: Promo

Herr Gigold, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Es gibt wenig, über das ich mich wirklich richtig ärgere, aber diese Woche geärgert hat mich das heillos überzogene Aufbauschen der Google-Street-View-Ankündigung. Für diese Aufregung gibt es gut wie keine Veranlassung, trotzdem hat es keine Zeitung, kein Radio- und kein Fernsehsender geschafft, wirklich neutral darüber zu berichten. Im Gegenteil – Google Street View ist so böse, dass jetzt sogar die Politik sich eiligst aus dem Sommerloch meldet und ihre Meinung dazu abgibt. Viel wichtiger wäre eine solche Medienaufmerksamkeit beim brennenden Thema Netzneutralität.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Ja, ich habe mich beispielsweise für netzpolitik.org gefreut – die sind diese Woche sechs Jahre alt geworden. Ich freue mich eigentlich jede Woche auf’s Neue über wirklich gut gemachte Blogs und Online-Medien, die etwas wagen oder die einfach Spaß machen. Beim Aufrufen von nerdcore.de oder fuenf-filmfreunde.de zum Beispiel freue ich mich jeden Morgen ...

Welche Youtube-Videos können Sie empfehlen?

Es gibt zwei Youtube-Videos von Flashmobs, die man unbedingt gesehen haben sollte: Das erste Video www.youtube.com/watch?v=GqfHkjyC8aM zeigt einen Flashmob-Tanz bei einem Konzert der Black Eyed Peas in Chicago speziell für Oprah Winfreys nächste Talkshow-Saison. Im Video www.youtube.com/watch?v=RJ9rnskJVsk aus Stockholm ist zu sehen, wie ein ganzes schwedisches Kaufhaus in eine Gratulationsüberraschung einstimmt.

Thomas Gigold ist der Gründer und Geschäftsführer des Weblogs Medienrauschen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben