Zu meinem ÄRGER : Warum laufen gute Filme so spät?

Die Medien-Woche im Blick von Schauspielerin Victoria Sordo.

Victoria Sordo.
Victoria Sordo.Foto: Ava Pivot

Frau Sordo, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien denn am meisten geärgert?

Darüber, dass gute Filme viel zu spät laufen: Ingmar Bergmans „Herbstsonate“ kam am Mittwoch um 23 Uhr 45 auf Arte. Warum können gute Filme nicht auch mal auf anderen Sendern zur besten Sendezeit um 20 Uhr 15 gesendet werden? Statt die scheinbar bewährte Machart immer zu wiederholen, sollten mutigere Filme gezeigt, Neues ausprobiert werden.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Über das „Spiegel“-Interview „Wir sind alle angezogene Affen“ mit T. C. Boyle habe ich sehr lachen müssen, vor allem über seinen morgendlichen Boxkampf mit seiner Frau. Gutes Interview! Um beim Thema Fernsehen zu bleiben: Ich habe mir im Kino den Film „Ich fühl mich Disco“ von Axel Ranisch angeschaut und mich gefreut, dass so ein schöner, einfacher Film anderer Art vom ZDF koproduziert wurde. Eine Tragikomödie, die viele Themen behandelt wie Coming-out, Vater-Sohn-Problematik, erste Liebe, Verlust und die Probleme, die die Pubertät mit sich bringt.

Victoria Sordo, Schauspielerin, zuletzt im Münchner „Tatort“ unter der Regie von Dominik Graf.

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