Zu meinem ÄRGER : Was soll das mit dem Promi-Alter?

Frau Schneider, worüber haben Sie sich in den Medien in dieser Woche am meisten geärgert?

Es ärgert mich nicht nur diese Woche, aber diese Woche wieder ganz besonders: die mediale Unart, bei Geschichten über Prominente immer das Alter neben den Namen zu schreiben. Aktueller Titel der Bunten: „Iris Berben - Neue Liebe mit 57“ . Spiegel online: „Die Party der Methusalem Männer - die Rolling Stones Mick Jagger, 64, Ron Wood, 60, Charlie Watts, 66, versetzen Fans und Fotografen in Unruhe.“ In den USA fällt das unter Diskriminierung. Soweit würde ich nicht gehen. Aber ich finde das Hervorheben des Alters, als wäre es bemerkenswert, dass Frauen sich ab einem bestimmten Alter „noch“ verlieben oder Männer „noch“ Musik machen können, total daneben. Und das Wörtchen „noch“ in diesem Zusammenhang unverschämt.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Die Erkenntnis, dass es für die große Liebe und großartige Musik offensichtlich nie zu spät ist.

Inka Schneider,

Moderatorin des

Medienmagazins „Zapp“,

Mittwoch, N3, 23 Uhr

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