Zu meinem ÄRGER : Werbung, die sich hochauflöst

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Foto: privat

Herr Weiland, worüber haben Sie sich in der vergangenen Woche in den Medien am meisten geärgert?

Über die fortlaufende Diskussion der privaten Fernsehanbieter in Deutschland, dass sie mit dem Beginn der Ausstrahlung ihrer Programm in HD ab Herbst diesen Jahres auch eine neue Erlösquelle gefunden haben. Das ist doch geradezu grotesk und in etwa so, als hätte man bei Umstellung von Schwarz-Weiß- auf Farb-Fernsehen auch von jedem Zuschauer Extra-Gebühren erhoben. Dafür können wir dann zukünftig die Werbung auch extra hochaufgelöst sehen. Herzlichen Dank schon einmal jetzt dafür. Ich denke, das ist eine Rechnung, die die Programmmacher ohne den Zuschauer gemacht haben, und die am Ende des Tages auch nicht aufgehen wird.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Es gibt sogar zwei Anlässe. Zum einen über die sehr kreative Form der Umsetzung moderner Wahlberichterstattung mit der „Wahlstraße“ in „RTL Aktuell“, wo mit der Berger-Straße, einer rund drei Kilometer langen Straße in Frankfurt am Main versucht wird, eine Art Mikrokosmos unseres Landes abzubilden und die Probleme und Geschichten der 6000 Bewohner zu erzählen. Zum anderen die kostenfreie Ausstrahlung der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in HD durch ARD und ZDF. Faszinierende, gestochen scharfe Fernsehbilder. Das macht Lust auf mehr.

Welche Webseiten können Sie denn empfehlen?

Zu den Webseiten, wo ich immer mal wieder gerne lande, gehört sicherlich vorne-sitzen.de, auch um den Traum vom schnellen Entfliehen in ferne Ziele für ein paar Minuten am Schreibtisch zu genießen.

Michael Weiland,

Geschäftsführer der Positioning First

Media GmbH mit Sitz in Berlin, ist Spezialist für Krisenkommunikation.

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