Zu meinem ÄRGER : Wundern über Renate Künast

Fernseh-Kolumne der Woche: Moderator Pierre M. Krause freut sich auf die Wahlen in Berlin.

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Herr Krause, worüber haben Sie sich denn in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Das tägliche Studium der Medien ärgert mich nicht. Ich wundere mich allerdings regelmäßig. Zum Beispiel über ein ägyptisches Regime, welches das nationale Internet komplett abschalten lässt, um den Kommunikationsfluss zu stoppen. Kein besonders intelligenter Plan, um politische Unruhen einzudämmen. Und ich wunderte mich über Renate Künast, deren Wahlkampfauftakt in Berlin von einer Polizeiaktion begleitet wurde. 2 500 eingesetzte Polizisten bewegen 25 militante Hausbesetzer zum Auszug. Renate Künast hält das heute für rechtmäßig. Ist es ja auch. Dennoch soll es Zeiten gegeben haben, in denen Grüne wegen so eines Hausbesuches ganze Koalitionen platzen ließen. Aber damals wollte Renate noch nicht Bürgermeisterin werden.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Toll: Indira (kennt man aus dem Dschungelcamp, kannte man davor auch irgendwie irgendwoher) macht jetzt Volksmusik. „Hol de Radio“ heißt die aktuelle Single, die sich vornehmlich an die Zielgruppe besoffener Ballermannbesucher wendet. Da gibt sich jemand authentisch, und Authentizität hat sich zum Trend entwickelt. Der Musikfeuilletonist in mir möchte diesen Satz loswerden: Damit wird das sicher bald erscheinende Album Indiras bestimmt ihr persönlichstes.

Was ist Ihre Lieblings-Website zurzeit?

Meine Startseite ist immer noch „Google“. Ja, das soll ein undurchschaubarer Konzern mit sektenähnlichen Zuständen sein. Böse Zungen haben das aber auch schon über meinen Arbeitgeber und Familienersatz, die ARD, gesagt. Und dass das nicht stimmt, weiß ich ja inzwischen.

Pierre M. Krause,

SWR-Moderator, „Es geht um mein Leben! - Die Sendung mit dem Krause“, die Wissenscomedy, dienstags, 21 Uhr 45 in EinsPlus.

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