Zu meinem ÄRGER : Zu viel Werbung für Ösi-Brause

Der Autor und TV-Moderator Tobias Schlegl über Schallmauern und Schlafmangel in der zurückliegenden Medienwoche.

Foto: Oliver Reetz
Foto: Oliver Reetz

Herr Schlegl, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Der Hype um Felix Baumgartner. Ja, er hat die Schallmauer durchbrochen. Ja, er hat kurz vor dem Sprung sogar noch einen einigermaßen bedeutsamen Spruch gesagt. Aber irgendwann reicht’s auch mit den Jubelarien. So viel kostenlose Werbung hat die doch sehr mäßig schmeckende österreichische Brause nicht verdient.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Der sehr unterhaltsame, offene Schlagabtausch der US-Wahlkämpfer Mitt Romney und Barack Obama hat mich in der Wochenmitte um den Schlaf gebracht. Mich persönlich freut es, dass in Obama endlich wieder die Kämpfernatur erwacht ist. Außerdem amüsiert mich der „Ordner voller Frauen“-Patzer von Romney. Würde in diesen besagten Ordner gerne mal einen Blick werfen. Ist Angela Merkel in diesem Ordner auch vertreten?

Welche Webvideos können Sie empfehlen?

Die Legomännchen-Version des Sprungs von Herrn Baumgartner bei Youtube unter www.youtube.com/watch?v=yFU774q6eVM. Sehr liebevoll gemacht. Ach, verdammt, damit unterstütze ich ja den Hype noch mehr. Dann doch lieber www.youtube.com/watch?v=0MYmjJjMnb8. Der Filmkomponist Max Richter schafft es, Vivaldi ins Jahr 2012 zu transportieren. Einfach fallen lassen.

Tobias Schlegl ist Autor und Moderator des Kulturmagazins „aspekte“ im ZDF. Aktuell nimmt er in der neuen NDR-Show „Ganz schön dreist“ die Norddeutschen aufs Korn.

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