Medien : Zuschauerpreis: Gesucht: der peinlichste Moderator

Normalerweise sind Zuschauer machtlos gegen Geschmacklosigkeiten im Fernsehen. Sie können einfach nur umschalten, was Hilflosigkeit ausdrückt, aber keine Form des Protestes ist. Denn wer bekommt das Umschalten schon mit - wenn man nicht gerade zur kleinen Stichprobe der Gfk-Fernsehforschung gehört, aus der sich die Quoten berechnet? Einziges Ventil: Der "Preis der beleidigten Zuschauer", der jetzt schon zum zwölften Mal vergeben wird. Diesmal gehört die Moderatorin Barbara Schöneberger zu den Nominierten, weil sie nicht widersprach, als ein Girlscamp-Kandidatin sagte, sie stehe nur "auf arische Männer". Aber auch Linda de Mol ist in der Endauswahl der "herausragenden Unverschämtheiten" des Fernsehjahres; sie nannte die deutsche Nationalhymne ein "Scheißlied". Waldemar Hartmann und Heribert Fassbender sind mit ihren Kriegsmetaphern für den Fußball auch wieder ganz oben auf der Peinlichkeitsliste. Hartmann oder Fassbender sprechen bekanntermaßen gerne mal vom "Luftkampf im englischen Strafraum" oder loben einen Spieler mit dem Vergleich: "Was für eine Granate." Außerdem ist Manfred Krug unter den Nominierten, weil er im Spot für die T-Aktie nicht auf die Risiken hingewiesen hat. Abstimmen kann man unter der E-href="mailto:fernsehpreis@telewatsch.de">fernsehpreis@telewatsch.de .

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