Medien : Zwei Angebote, ein Zuschlag

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Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat für die künftige Fernseh-Vermarktung der Fußball-Bundesliga zwei Angebote auf dem Tisch. Der Filmhändler Herbert Kloiber und seine Agentur AIM offerieren der Liga rund 320 Millionen Euro pro Bundesliga-Saison. Insgesamt hat der gestaffelte Vierjahres-Vertrag ein Volumen von 1,3 Milliarden Euro. Die Free-TV-Rechte will Kloiber für 69 Millionen Euro an die ARD zur Auswertung in der „Sportschau“ verkaufen. Die Konkurrenz-Offerte kommt von Kirch-Media. Sie bietet 300 Millionen Euro je Saison und koppelt Pay-TV mit Free-TV: Premiere würde die Partien eines Spieltages live übertragen, Sat 1 als erster Free-TV-Sender den Spieltag in „ran“ zusammenfassen, auch das Deutsche Sport-Fernsehen (DSF) würde berichten. Die Agentur AIM nannte ihr neues Angebot „substanziell verbessert“. In einer Pressemitteilung heißt es: „AIM bietet für vier Spielzeiten erheblich mehr als EUR 300 Millionen pro Spielzeit zuzüglich einer Gewinnbeteiligung aus Pay-TV und Neuen Medien wie UMTS und DSL.“ Der Nachteil für Kloiber: Er kann keinen Abnehmer der Pay-Rechte vorweisen. Premiere-Chef Georg Kofler betonte, sein Sender befinde sich in einer „unauflösbaren Bietergemeinschaft“ mit Kirch-Media. Zu diesem Unternehmen gehören auch Sat 1 und DSF. Sofern Premiere den Zuschlag bekommt, wird das Pay-TV akzeptieren müssen, dass „ran“ bei Sat 1 künftig um 18 Uhr statt wie bislang um 19 Uhr 15 starten wird. Sechs Wochen vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison gelten Premiere und Sat 1 als eingespieltes Team. Zudem konnte Premiere in den vergangenen Tagen das Vertrauen der DFL in seine wirtschaftliche Zukunft deutlich verbessern. jbh

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