Medizin : Gene für Autismus entdeckt

Forscher haben erstmals eindeutige Hinweise darauf gefunden, dass Autismus auch genetische Ursachen hat.

In einer Studie mit mehr als 12 000 Probanden konnten sie nachweisen, dass bestimmte Genvarianten bei Patienten mit Autismus deutlich häufiger vorkommen als bei gesunden Menschen. Besonders häufig sei eine Region auf Chromosom 5 verändert, schreiben die Forscher im Fachblatt „Nature“. In dieser Region befinden sich unter anderem die Gene für Cadherin 9 und 10. Das sind Proteine, die auf der Oberfläche von Nervenzellen sitzen und beeinflussen, wie gut die Zellen miteinander kommunizieren können.

Als Autismusspektrum werden Entwicklungsstörungen bezeichnet, die sich vor allem durch Probleme in der sozialen Interaktion und Kommunikation bemerkbar machen. Laut Wissenschaftlern könnte das an einer Fehlentwicklung in den Bereichen des Gehirns liegen, die für diese Aufgaben zuständig sind. (kkp)

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