Der Tagesspiegel : Mehr Fluglinien, mehr Passagiere Schönefeld: Flughafen-Chef

erwartet erfolgreiches Jahr

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Schönefeld. Der „deutsche Boomflughafen 2004“ – das wird Schönefeld. Davon ist der Chef der Berliner Airports, Dieter JohannsenRoth, überzeugt. 31 neue Berlin-Verbindungen gibt es im Sommerflugplan, allein 21 von ihnen von und nach Schönefeld. Hier sollen in diesem Jahr erstmals mehr als zwei Millionen Passagieren abgefertigt werden. Weitere Airlines hätten ihre Bereitschaft zum Umzug aus Tegel signalisiert, so Johannsen-Roth.

Einen Anreiz dazu soll die neue Entgeltordnung bieten, die Vergünstigungen für Fluggesellschaften vorsieht, die in Schönefeld neue Verbindungen aufnehmen oder bestimmte Passagierzahlen garantieren. Sie wird jedoch nicht wie geplant zum 1. April in Kraft treten, weil noch Details mit dem Potsdamer Verkehrsministerium geklärt werden müssen. Offen ist auch noch, ob der irische Billigflieger Ryanair seine London-Flüge über das Monatsende hinaus fortsetzt. Geforderte Sonderkonditionen hatte der Flughafen abgelehnt.

Während Tegel mit 50 Millionen Euro 2003 einen Rekordgewinn erwirtschaftete, stiegen die Schönefelder Verluste von 24,9 auf 31,9 Millionen Euro und waren damit doppelt so hoch wie in Tempelhof. Grund seien die Kosten für die Landebahnsanierung und Umbauten für Billigflieger, sagte Johannsen- Roth. In diesem Jahr würden in Schönefeld weitere 17 Millionen unter anderen in ein neues Geschäftsfliegerzentrums investiert.

Nachdem die Berliner Flughäfen 2003 noch einen Gesamtverlust von knapp 42 Millionen Euro verbuchen mussten, wird für das laufende Jahr ein bescheidener Gewinn von drei Millionen Euro erwartet. Bis Juli sollen „erste Konturen“ des Finanzierungskonzeptes für den rund 1,7 Milliarden teuren Neubau des Flughafens vorliegen, der 2010 in Schönefeld in Betrieb gehen soll. du-

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