Der Tagesspiegel : Mein Freund ist Perser

-

Das Ende einer Großmacht; der Aufstieg einer neuen. Eine alte Geschichte – eine der ältesten überhaupt. Und seit Jahrtausenden immer wieder eine der Gegenwart. Martin Wuttke erzählt sie jetzt mit den „Persern“ des Aischylos auf Neue – auf dem ehemaligen Regierungsflughafen des untergegangenen Staates DDR.

Der griechische Dichter Aischylos hatte den Stoff seiner Tragödie selbst erlebt: Er nahm an der Seeschlacht von Salamis teil, in der am 28. September des Jahres 480 v. Chr. die 700 persischen Kriegsschiffe des Königs Xerxes gegen 310 griechische unterlagen. Acht Jahre später verarbeitete Aischylos das Ereignis zu seinen „Persern“ – dem frühesten erhaltenen Beispiel der griechischen Tragödie überhaupt. Damals ein „Zeitstück“ – doch auch eines über den Menschen an sich, seine existentiellen, die Jahrtausende überdauernden Konflikte.

Für seine Inszenierung des AischylosStückes hat Wuttke die Wiedergabe von Durs Grünbein gewählt. Als Schauspieler sind unter anderem Sophie Rois, Alexander Scheer, Volker Spengler, Hendrik Arnst, Stefan Lisewski und Uwe Steinbruch dabei. Die Premiere ist am Donnerstag; gespielt wird vor und im großen Hangar des Flughafens.

Martin Wuttke hat in Neuhardenberg im Vorjahr schon Dostojewskis „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ inszeniert. Seine „Perser“ sind nun auch die zweite Produktion der Stiftung Schloss Neuhardenberg, gemeinsam mit dem ZDF-Theaterkanal, der die Inszenierung zu einem noch nicht festgelegten Termin ausstrahlen wird.

Die Premiere am 21. August ist ausverkauft. Weitere Aufführungen gibt es vom 22. bis 24. sowie vom 27. bis 29. August, jeweils um 19.30 Uhr. Die Karten kosten 16 Euro, ermäßigt 10 Euro. Auch ein Bustransfer ab Berlin-Ostbahnhof (Haupteingang) wurde organisiert, Hin- und Rückfahrt kosten 19,55 Euro (im Vorverkauf). Abfahrt ist um 17.30 Uhr. Karten gibt es unter 033476/600750 und im Internet unter www.schlossneuhardenberg.de . ac/Foto: promo

0 Kommentare

Neuester Kommentar