Meinung : ... und morgen die ganze Welt!

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Von Jörg Haider ist bisher bekannt, dass er seine Heimat liebt: Kärnten. In Österreich. Die Internationalität beschränkt sich (mal abgesehen von den Blitzbesuchen beim Kumpel Saddam Hussein) vor allem auf alpine Wandertouren. Beim zünftigen Ausschreiten hatte Haider offenbar eine blitzgescheite Idee. Was den Linken Recht ist, ist den Rechten auch Recht - Haider gründet die „Internationale Rechte“. Als Frontmann der neuen Bewegung scharte er Gleichgesinnte um sich: Spitzenvertreter des rechtsextremen Vlaams Blok aus Belgien und der nationalistischen Lega Nord aus Italien. Man habe „in vielfältiger Weise identische Positionen". Die Führer der Bewegung müssen ihre Idee aber nach unten gut kommunizieren; nicht, dass ausländische Redner bei Wahlveranstaltungen mit Eiern beworfen statt bejubelt werden. Und was soll auf den Plakaten stehen? Bisher fordern die Rechtspopulisten „Österreich/Norditalien/Flandern zuerst!“ Aber jetzt? „Europäer gegen Europa!“ „Internationale gegen Ausländer!“ Oder: „Hinterwäldler, vereinigt euch!“? An der Wahlkampfstrategie der europa-feindlichen Europäer muss wohl noch gefeilt werden. Fragt sich nur: Wie sieht das Europa der rechtspopulistischen Internationale am Ende aus? pak

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