Meinung : 6,5 = 3,9

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Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall sucht mühsam nach einer Antwort auf die üppige Lohnforderung der IG Metall. Illusionen trieben die Gewerkschaft, mosert Arbeitgeberpräsident Martin Kannegiesser, wo doch die Konjunktur in diesem Jahr viel schlechter laufe als 2006. Wirklich? Bislang hat die Wirtschaft die Mehrwertsteuererhöhung ziemlich locker weggesteckt, und die Auftragsbücher der Industrie, zumal der Metallindustrie, sind voll. Nein, der westfälische Wäschereimaschinenunternehmer Kannegiesser wird ebenso wie die anderen 5000 Metallfirmen in Deutschland den Mitarbeitern deutlich mehr Geld zahlen müssen. Die Firmen machen gute Gewinne, an denen die Beschäftigten ebenso zu beteiligen sind wie die Aktionäre. Mit ihrer Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn hat die IG Metall ein vernünftiges Maß gefunden zwischen hervorragend verdienenden Firmen und der Verantwortung für die Branche und die deutsche Wirtschaft. Ein Abschluss knapp unter vier Prozent und eine ordentliche Einmalzahlung – das ist gut für die Arbeitnehmer und die Konjunktur und wird die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen nicht übermäßig beeinträchtigen. alf

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