Meinung : Abschied

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Zwölf Millionen Euro erben die Katzen von O.W.Fischer und das Huhn hat Grippe. Das haben wir von unserer Verhätschelung. Kein Schnupfen, wo man sich herzhaft schneuzt und zum Tagesgeschäft übergeht, nein, eine ganz besonders fiese Grippe. Und nun? Wadenwickel? Hühnersuppe? Beim Impfen darf’s nicht wehtun? Die Vogelgrippe zeige, dass wir alle „in einem Boot sitzen“, sagt der Präsident des päpstlichen Gesundheitsrates, Kardinal Barragan. Die Epidemie sei ein „Alarmsignal“, dass in einer globalisierten Welt alles zusammengehöre. Doch wollen wir wirklich mit denen in einem Boot sitzen: die Kühe sind verrückt, der Larvenroller überträgt Sars und was sich die Hühner eingefangen haben, weiß kein Mensch. Vermutlich zu viel im Freien herumgelaufen. Und ist das Tier nicht krank, dann benimmt es sich unmöglich: Oder was denkt sich Schäferhund Adolf, wenn er die rechte Pfote zum Hitlergruß hebt? Das Haustier von heute kennt einfach keine Grenzen mehr. Je weniger wir mit ihm zu tun haben, desto besser. Zeit also für den Abschied, Geld haben sie jetzt ja mehr als genug. „Sie mögen gern Tiere leiden; ich auch“, schrieb Wilhelm Busch. Das war einmal. mos

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