Meinung : Abzug von Interesse

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AUS ANDEREN BLÄTTERN

Der „TagesAnzeiger“ aus Zürich schreibt zur amerikanischen Irakpolitik:

Die USA lehnen ein Schutzmandat für die Vereinten Nationen ab, weil sie sich damit auf mehrere Jahre hinaus auf ein Engagement im Irak verpflichten müssten. Doch die Kosten dafür wären derart exorbitant, dass die amerikanischen Steuerzahler mit Sicherheit überfordert würden. Viel lieber vereinbart die US-Regierung deshalb mit einzelnen Ländern die Entsendung von kleineren Truppenkontingenten. Noch deutet nichts darauf hin, dass die USA sich bald zurückziehen könnten. Zu unstabil ist die politische Lage, und zu wenig gesichert sind die wirtschaftlichen Interessen. Aber besorgte UN-Diplomaten fragen sich bereits jetzt, ob Präsident Bush sein Interesse am Irak verliert, sobald seine Wiederwahl gesichert ist.

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