Meinung : Achtung, Südfranzosen!

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Drüben in Amerika tragen sie Kriegsbemalung auf und schimpfen auf das alte Europa – es wird ernst im Irak. Damit stellt sich für die Deutschen die Verhaltensfrage. Was tun? Der Urlaub am Golf ist gestrichen, der Öltank voll, und in der Garage stapeln sich die Kanister mit Super plus. Doch es muss noch mehr Vorsorge möglich sein. Nicht jeder von uns kann, wie Konstantin Wecker, in Bagdad präventiv ein paar Lieder schmettern, nicht jeder wie Oskar Lafontaine öffentlich zu Protokoll geben, dass er jedenfalls nicht für den Angriff war: Eine gute Sache, wenn bald Saddams Elitesoldaten vor Saarbrücken stehen. Aber wir können der Sängerin und Friedensexpertin Nicole nacheifern, die für den Fall des Kriegsbeginns eilig nach Südfrankreich flüchten will, weil es dort ein bisschen sicherer sei. Ob die Franzosen wissen, was da auf sie zukommt? Peter Maffay und seine Band, der komplette Musikantenstadl, Susan Stahnke, unweigerlich auch Udo Lindenberg – alle werden sie mit der Kollegin Nicole in Cannes bei Rotwein und Fischsuppe auf den Frieden warten. Das kann dauern! So bringt der amerikanische Kriegskurs für uns hier wenigstens einen klitzekleinen Vorteil.

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