Meinung : Adler im Staub

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Der Brandenburger Adler – er hockt am Boden und brütet. So jedenfalls wirkt die Koalition, die große im Land. Ministerpräsident Matthias Platzeck scheint nicht scharf genug gesehen zu haben, was der Vorstoß im Kabinett öffentlich anrichten würde, den scheidenden Infrastrukturminister und kommenden Oberbürgermeister von Cottbus noch eben zwischendurch aus Versorgungsgründen zum Staatssekretär zu erklären. Ein bizarrer Plan, von dem niemand, aber auch niemand glauben konnte, dass er unbeanstandet durch alle Instanzen kommen würde. Wenn es eine Gesetzeslücke gibt, um berechtigte Ansprüche aus geleisteter Arbeit zu sichern, dann muss die geschlossen werden, keine Frage. Aber doch nicht so, das ist doch bizarr. Was für eine politische Fehleinschätzung! Und dann, auf der anderen Seite, der traurige CDU-Chef Jörg Schönbohm. Gekämpft und verloren, für sich allein, für die Konservativen, für Brandenburg; sage keiner, das sei keine bittere Niederlage auf dem CDU-Bundesparteitag gewesen. So wenig wert ist die Partei? Das werden alle verneinen, natürlich, aber auch alle meinen. Insgesamt wird so die Bedeutung des Landes schwächer, überregional. Für das Selbstwertgefühl der Brandenburger müsste der Adler mal wieder stolz aufschwingen. Aber darüber brütet er wohl gerade. cas

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