Meinung : Ätschbätsch!

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Das Hauptproblem von Jürgen Trittin ist sein Grinsen. Er könnte einer gebrechlichen Rentnerin unter Lebensgefahr über eine achtspurige Autobahn helfen – doch hinterher würden wir sein süffisantes Grinsen sehen und uns fragen, wen er nun schon wieder aufs Kreuz gelegt hat. Er grinst übers Dosenpfand, er grinst bei Christiansen, er grinst … Na gut, werden Sie sagen, das sind nun mal die Gesichtsmuskeln, da kann er doch nix zu. Klar. Nur, dass er ja auch im übertragenen Sinn grinst, jetzt zum Beispiel mit der Anzeigenkampagne „Was macht Jürgen Trittin heute? Abschalten!" und einem leeren Liegestuhl vor dem Atomkraftwerk Stade. Eine wichtige Information der Bevölkerung, sagt das Ministerium. Logisch, denn sonst würden die Leute womöglich massenhaft wie bisher zum AKWHaupteingang laufen und ganz enttäuscht sein, weil es dort keine Atome mehr zu kaufen gibt, nicht wahr? Na ja: Es sind die Anzeigen wohl doch eher ein riesiges Trittin-Grinsen, ein Schulterklopfen für die eigene Klientel und ein Ätschbätsch für seine Gegner und alle Stader, die einfach zu dämlich sind, sich jetzt schnell einen Super-Job bei Trittins Windradmachern zu besorgen. Die Steuern zur Finanzierung der schönen Kampagne haben sie ja noch rechtzeitig abgeliefert.

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