Afghanistan : Der Auftrag: die Wahrheit

Nun ist der Verteidigungsminister beschossen worden, im Hubschrauber, in Afghanistan. Karl-Theodor zu Guttenberg kann von Glück reden, hier in Deutschland müssen wir über eine Truppenverstärkung sprechen.

Stephan-Andreas Casdorff

Nun ist der Verteidigungsminister beschossen worden, im Hubschrauber, in Afghanistan. Deutlich zeigen die Taliban, wie gefährlich sie sind. Noch immer. Schon wieder. Karl-Theodor zu Guttenberg kann von Glück reden, hier in Deutschland müssen wir über eine Truppenverstärkung sprechen. Denn draußen, außerhalb ihres Lagers, wartet auf die Soldaten ein Feind; einerlei, wie das, was in Afghanistan geschieht, genannt wird. Wann immer die Bundeswehr ausrückt, um mit militärischen Mitteln Frieden zu sichern, den Afghanen Frieden zu bringen – wenn sie ins Lager zurückkehrt, kommen die Taliban zurück. Sie rücken dorthin vor, wo die Deutschen eben noch waren; wo die abziehen mussten, weil ihre Kräfte zu schwach sind, größere Inseln der Sicherheit zu schaffen. So ist die Lage, so und nicht anders. Es muss endlich Schluss sein mit ihrer Vernebelung, jetzt muss gesagt werden, von Soldaten gesagt werden dürfen, was ist und was sie brauchen. Das gebieten der Respekt vor ihnen und die Verantwortung für sie. Die Truppe am Hindukusch: Sie ist Teil der Parlamentsarmee, das Parlament ist Vertretung des Souveräns, und der sind wir, die Bürger. Unsere Souveränität darf nicht länger missachtet werden. Der neue Verteidigungsminister hat einen klaren Auftrag. cas

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben