Afghanistan : So ist das im Krieg

Das Geschrei an der Heimatfront ist so erwartbar wie verlogen. Die amerikanischen Truppen am Hindukusch sollen noch härter vorgehen gegen die Extremisten; sie sollen gezielt Jagd auf Taliban machen, die zur Führungsriege der Extremisten zählen. Sie töten.

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Target killing nennen das die Amis. Und die Bundeswehr liefert den US-Killerkommandos angeblich Namen. Ui, pfui wird es heißen, heißt es bereits. Zeit, mal wieder daran zu erinnern: Deutschland nimmt an einem Krieg teil, Frauen und Männer der Bundeswehr – von unserem Parlament und damit von uns, dem Wähler, entsandt – riskieren tagtäglich Leib und Leben. Letzteres haben bereits 43 Bundeswehrsoldaten verloren, 26 davon bei Anschlägen und Kämpfen. Was machen Gegner in einem Krieg? Sie versuchen, sich auszuschalten. Hat die Bundeswehr, haben die die deutschen Nachrichtendienste Informationen – Namen, Aufenthaltsorte, Gewohnheiten – von Feinden, müssen diese an die Verbündeten weitergeben werden. Es wird dabei weiter zu tödlichen Fehlern kommen. Aber es schützt unsere Soldatinnen und Soldaten – auch wenn garantiert noch mehr fallen werden. Wenn wir die Wahrheit nicht aushalten, bleibt nur der sofortige Rückzug. Und die Frage unserer Truppe: Warum habt ihr uns das dann angetan?

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