Meinung : Akademiker unter sich

HOCHSCHULEN IN BERLIN

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Die altehrwürdige HumboldtUniversität ist in Not! So will die Hochschule in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, wenn sie jetzt mitteilt, dass 530 Stellen gestrichen werden müssen. Das ist allerdings schlimm. Aber woher weiß die Uni eigentlich so genau, wie hoch ihr Beitrag zur gesamten Sparsumme, die die Hochschulen gemeinsam erbringen müssen, wirklich ist? Noch ist das letzte Wort doch gar nicht gesprochen. Denn die Technische Universität (TU) wehrt sich dagegen, einen Beitrag in der Höhe beizusteuern, wie die Humboldt-Universität und die Freie Universität (FU) ihn ihr zudenken. Und der Senat schweigt noch. Keine Frage: Die Humboldt-Uni, die den Schritt in die Medien mit der FU abgestimmt hat, will Tatsachen schaffen – zum Nachteil der TU. Denn die frühere Phalanx der Unis gegen den Senat ist zerbröckelt. So hat die Humboldt-Uni der TU unlängst öffentlich vorgeworfen, im Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft schlechter als die beiden anderen Berliner Unis abgeschnitten zu haben – die ihren Vorsprung in Wahrheit nur der Medizin verdanken, die es an der TU nicht gibt. Natürlich muss eine Uni sich schon jetzt Antworten auf die verschiedenen möglichen Sparszenarien überlegen. Seriöser ist es aber, sie in der Schublade zu lassen, bis die Entscheidung gefallen ist. Und fairer. akü

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