Meinung : Alarm, Alarm

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Was für ein Gewürge. Stoiber muss mit einem Machtwort seine Nachfolge als Ministerpräsident in München bis Mitte November offen halten, um sich selber bis dahin alles offen zu halten – mehr Freunde hat er nach dieser Landtagssitzung der CSU nicht, das steht fest. Von wegen „Ich will Deutschland dienen“, wie der Leitspruch der neuen großen Koalition nach Merkel sein müsste; ihm geht es vor allem um sich. Der nächste Streit in Berlin ist übrigens auch schon da, wieder in der Union, diesmal Stoiber gegen CDUVize und Merkel-Vertraute Schavan. Die will in ihrem künftigen Bildungsressort auch noch ein bisschen Forschung behalten, was aber Stoiber für sich reklamiert. Übrigens hat er das im Vierergespräch mit Müntefering und Schröder auf der anderen Seite schon getan, unabgesprochen, und Merkel konnte nur noch dabeisitzen. Sonst hätte sie sich und ihn ja auch bloßgestellt. Überhaupt, wenn man sich das alles so betrachtet: Das läuft im Moment mal wieder gar nicht gut für die Union. Merkels Autorität leidet permanent, durch ihre eigenen Leute und durch Stoiber. Und der wiederum bringt sich jetzt ganz allmählich politisch um. cas

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