Meinung : Allein es fehlt der Wille

KOFI ANNAN VERMITTELT IN ZYPERN-FRAGE

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Die Gespräche über die Zukunft Zyperns treten auf der Stelle. Deshalb will UNGeneralsekretär Kofi Annan griechische und türkische Zyprioten sowie die Garantiemächte Griechenland und Türkei nun persönlich bewegen, einer Wiedervereinigung der Insel zuzustimmen. Notfalls kann Annan alleine über das Aussehen des neuen Bundesstaats entscheiden, der am 20. April per Volksabstimmung auf Zypern gegründet werden soll. Eines aber kann Annan nicht erzwingen: die Bereitschaft der beiden Volksgruppen, zusammenzuleben. Auch wenn die UN-Initiative der erfolgversprechendste Ansatz seit 30 Jahren ist, die Teilung zu überwinden, lassen Griechen und Türken bisher eher Widerwillen als den Willen zur Versöhnung erkennen. Der griechisch-zyprische Präsident Tassos Papadopoulos betont, er wolle den „Hellenismus“ verteidigen – obwohl die Griechen die Macht auf Zypern mit den Türken teilen sollen. Die türkische Seite möchte die beiden Volksgruppen im neuen Staat weitgehend voneinander trennen – je weniger Griechen und Türken nach einer Vereinigung miteinander zu tun haben, desto besser aus türkischer Sicht. Das sind keine gute Voraussetzungen für den neuen Staat, der am 1. Mai der EU beitreten soll. sei

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