Meinung : Alles ist möglich

FLUGHAFEN TEMPELHOF

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Der Flughafen Tempelhof in privater Regie einer Fluggesellschaft? In der Berliner Luftfahrtpolitik gibt es nichts, was es nicht gibt. Verlassen kann man sich auch beim Flughafen Tempelhof auf nichts. Schließen, offen halten – es ging und geht hin und her. Die Flughafengesellschaft will den Betrieb im Oktober 2004 aufgeben, weil sie sich von dem Verlustbringer trennen will. Und jetzt kommt der neue Eigentümer der ehemaligen Deutschen BA (dba) und verspricht, er könne den Flughafen zuschussfrei betreiben. Ein verlockendes Angebot. Aber nur auf den ersten Blick. Die defizitäre dba hat den eigenen Überlebenskampf noch lange nicht gewonnen. Völlig ungeklärt ist auch, ob ein Betreiberwechsel rechtlich überhaupt möglich ist. Und der Bund will Gebäude und Gelände nur abgeben, wenn sie gekauft werden. An diesem Durcheinander sind die Politiker in Berlin, Brandenburg und im Bund jedoch selbst schuld. Spätestens jetzt sollten sie daher endlich begreifen, dass auch die Luftfahrtpolitik einen festen Kurs braucht. Klipp und klar muss endlich entschieden werden, ob und wann Tempelhof geschlossen werden soll, damit es Planungssicherheit für alle Beteiligten gibt. Entscheidet man sich doch für den Weiterbetrieb, könnte die dba ja auch als einfacher Nutzer nach Tempelhof ziehen und dort die Gebühren zahlen, die sie heute noch in Tegel hinblättert. Auch so könnte Tempelhof aus den roten Zahlen kommen. Man müsste nur wissen, was man wirklich will. kt

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