Altmaier und die Energiewende : Ackergaul

Das Jahr des Peter Altmaier ist von zwei Terminen bestimmt. Am 22. Mai wurde der rustikale Saarländer Umweltminister, Mitte Oktober steht die Entscheidung über die Erhöhung der Ökosteuer-Umlage an. Der junge Minister erwartet dann eine „muntere Diskussion“, was eine hübsche Umschreibung der Empörungswelle ist, die den Herbst durchziehen wird. Denn der Strom wird wegen des Erfolgs der Erneuerbaren, für die (fast) alle Verbraucher eine Umlage zahlen, gravierend teurer. Das kann so nicht weitergehen, deshalb müssen nach und nach auch für die Einspeisung und Vergütung von Wind- und Solarstrom Marktmechanismen entwickelt werden. Altmaier geht das an, zupackend und gewinnend in seiner Art und mit dem Anspruch, aus der Energiewende ein „identitätsstiftendes Gemeinschaftswerk“ zu machen. Er wird ackern müssen wie ein Gaul, damit das Werk gelingt. Denn durch das Gestrüpp der Lobbyisten, diverser Zuständigkeiten in der Regierung und unterschiedlicher Bundesländerinteressen kommt man nicht mit eloquenter Geschmeidigkeit, wie Norbert Röttgen glaubte. Altmaier nimmt sich viel vor und wird gemessen an den eigenen Vorgaben, die indes zum großen Teil erst nach der Wahl 2013 umgesetzt werden können. Dann hoffentlich ohne die FDP. alf

Seiten 1 und 4

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