Meinung : Am Rande des Vulkans

STOIBER UND DIE WAHLEN

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Ob den Edmund Stoiber der Hafer sticht, muss man sich schon fragen. Der Kanzler, sagt der Bayer neuerdings immer wieder, der Kanzler werde das kommende Jahr politisch nicht überleben, und dann werde es Neuwahlen geben. Nun kann man ja mit viel Fantasie sich durchaus Szenarien vorstellen, in denen Gerhard Schröder auf dem Weg zum ReformKanzler stolpert, ja sogar stürzt. Aber was treibt Stoiber dazu, seine Fantasie derart schweifen zu lassen? Wir wissen es nicht, erlauben uns aber eine kleine wilde Spekulation. Der Mann will in fünf Monaten wieder Ministerpräsident in Bayern werden. Wenn nicht in Rottach-Egern ein Vulkan ausbricht, wird er das. Wenn aber bis 2006 in Berlin alles seinen geregelten Gang geht, bleibt er das auch. Nur wenn Schröder plötzlich vorher stürzt, dann gibt es eine winzig kleine Chance, dass die Union sich ebenso plötzlich ihres einstigen Kandidaten erinnert. Nicht, dass das eine wie das andere besonders wahrscheinlich wäre. Aber für den Landtagswahlkampf reicht es vollends aus, wenn ein hinreichend großer Teil der Wählerschaft glaubt, sie wähle da jemanden mit womöglich ungeahnter Zukunft und nicht bloß einen, der es halt noch mal fünf Jahre machen wird. Jetzt wissen wir endlich auch, was Stoiber (61) gegen die Rente mit 67 hat. Das ist ihm zu früh. bib

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