Meinung : An der Quelle

„Rückkauf der Wasserbetriebe verringert die Preise kaum“ vom 1. April

„Wie kann das sein?“ fragt man sich, wenn man ein wenig den gesunden Menschenverstand anstrengt.

Das würde doch bedeuten, dass die Rendite der privaten Investoren RWE und Veolia jetzt niedriger ist als es die Zinsen für den Kommunalkredit bei einem Rückkauf wären. Damit hätten die Privaten mit ihrer Beteiligung ja ganz uneigennützig geradezu wohltätig gehandelt.

Die Wirklichkeit sieht dagegen etwas anders aus. Die Privaten haben bei den Wasserbetrieben nicht umsonst das Sagen: Ihnen steht nach den Verträgen das Amt des Vorstandsvorsitzenden zu, dessen Stimme im Zweifelsfall den Ausschlag gibt. Dies ist die eigentliche Machtposition – nicht der Aufsichtsratsvorsitz durch den Wirtschaftssenator. Dies sieht nicht unbedingt nach Wohltätigkeitsverein aus.

Es bleibt dabei: Wasser als Teil der Daseinsvorsorge gehört nicht in private Hände, es darf nicht zur Quelle von privaten Profiten werden.

Wolfgang Rebel, Berlin-Friedenau

0 Kommentare

Neuester Kommentar